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Wer in den vergangenen Jahren einen Urlaub in Istrien verbracht hat, dem ist wahrscheinlich noch die Straßensituation in diesem Teil von Kroatien in eher schlechter Erinnerung. Doch diese Verhältnisse haben …

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Tauchen Istrien

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Die Adria rund um die Halbinsel Istrien ist ein ideales Tauchrevier. Nicht nur die atemberaubend schöne Unterwasserwelt mit ihrer Fauna und Flora lockt Taucher an,  auch eine ganze Reihe von gesunkenen Schiffswracks bringen Spannung und Abenteuer in einen Tauchgang. Einmalige geologische Formationen mit Höhlen und herrlichen Riffen tragen ebenfalls dazu bei, dass ein Tauchurlaub in Istrien ein rundum gelungenes Erlebnis wird. Der Reichtum an Fischen ist überaus beeindruckend, denn Sie finden hier eine beeindruckende Vielfalt an Meeresbewohnern, angefangen von Drachenköpfen, Conge-Aalen, Polypen, Tintenfischen, Seespinnen, Seesternen, Schwämmen bis hin zu Hummern und Meeresschildkröten – und nicht zu vergessen: die Delphine.

Taucher

In fast allen Tauchzentren in Istrien finden auch Anfänger die Möglichkeit, während ihres Urlaubes in Istrien einen Lehrgang zu absolvieren und geübte Taucher können hier in Begleitung eines erfahrenen und ortskundigen Tauchführers zu faszinierenden Exkursionen aufbrechen. Die Tauchkurse finden in allen Kategorien statt und werden von qualifizierten Tauchlehrern durchgeführt. Sie können sich eine hochwertige und geprüfte Ausrüstung in fast jeder der Tauchbasen leihen. Eine Druckkammer für Notfälle befindet sich in der Stadt Pula in Istrien.

Da die Wassertemperaturen in Istrien auch im Herbst und Frühjahr noch angenehm sind, ist Tauchen während des ganzen Jahres möglich, doch am schönsten ist es wohl in den Monaten von April bis Ende Oktober.

Gesetzliche Vorschriften für das Tauchen in Kroatien

Wenn Sie in Kroatien tauchen möchten, benötigen Sie dafür eine amtliche Genehmigung. Diese ist in den Hafenämtern erhältlich und kostet aktuell 2.400 Kuna (ca. 300 Euro). Sie ist gültig für ein Jahr. Wenn Sie jedoch über ein Tauchzentrum tauchen, das die entsprechende Lizenz besitzt, ist keine Tauchkarte für Sie notwendig (Stand September 2010).

In den Tauchzentren und auch auf den Booten müssen die wichtigsten Telefonnummern für Notfälle wie Suchaktionen und Bergung gut sichtbar ausgehängt sein und auch die Telefonnummern, unter denen die Überdruckkammern erreichbar sind müssen klar und deutlich ausgehängt sein. An dem Ort, wo getaucht wird, ist eine Tauchboje zu setzen oder es ist eine Taucherfahne aufzustellen, die am Boot gut sichtbar angebracht werden muss.

Das Land Kroatien hat in dem letzten Jahre viel für das Gesundheitssystem und auch die Sicherheit der Tauchurlauber getan und man ist gut auf Tauchunfälle vorbereitet. In der Poliklinik  für Baro-Medizin OXY in Pula gibt es eine hyperbarische Kammer, zwei weitere befinden sich in Split und eine im Krankenhaus Dubrava in Zagreb. Ein Bereitschaftsdienst für Notfälle steht ebenfalls ständig zur Verfügung und die Rettungsdienste arbeiten mit Hubschrauberdiensten zusammen, die gegebenenfalls für einen schnellen Transport bereit sind. Der Such- und Seenotrettungsdienst in Rijeka ist unter der kostenlosen Telefonnummer 9155 ständig erreichbar.

Tauchen ist nicht überall erlaubt und für einige Gebiete ist eine besondere Genehmigung notwendig. Das sind:

– Alle Nationalparks
– Alle Zonen, welche unter dem Schutz des kroatischen Kultusministeriums stehen, dazu gehören vor allem die unter Wasser liegenden Schiffswracks.
(Eine Genehmigung für diese Gebiete besitzen die lizenzierten Tauchzentren, welche Exkursionen dorthin anbieten.)

Seestern

Verbotene Tauchgebiete:

– Häfen und deren Zugänge
– Meeresreservate, Naturparks und anderweitig besonders geschützte Gebiete im Meer (z.B. der Limski-Fjord)
– In der Nähe von ankernden Schiffen der Marine oder von Militäranlagen in Küstennähe (hier muss ein Abstand von 100 Metern eingehalten werden)

Zuständig für das Tauchen sind die jeweiligen Hafenämter, die Marinepolizei und die Mitarbeiter der entsprechenden Ministerien.

Wracktauchen in Istrien:

Mehr als 20 Schiffswracks liegen vor der Küste Istriens. Das tiefste liegt bei 60 Metern auf Grund. Die Tauchgänge führen überwiegend zu Wracks, welche in einer Tiefe von etwa 40 Metern liegen und deshalb ist schon etwas Erfahrung sowohl mit Wracks als auch mit Deko-Tauchgängen notwendig. Die Flaschen haben eine Inhalt von 10, 12, 15 oder 20 Litern und es besteht auch die Möglichkeit, mit Nitrox zu tauchen, wenn die entsprechende Ausbildung vorhanden ist (ANDI).

Gilda, 28 m Tiefe

In der Nähe des Kap Savudrija im nordöstlichen Teil von Istrien liegt die Gilda, ein Frachtdampfer, der beim Zusammenstoß mit einer Unterwassermine in zwei Stücke auseinander brach und sank.

Adriana, 27 m Tiefe

Etwas weiter südlich liegt ein etwa 70 Jahre altes Schleppschiff auf Grund, welches im zweiten Weltkrieg bei einem Fliegerangriff versenkt wurde. Vor allem das Innere des Schiffes ist für Taucher sehr interessant.

Coreolanus, 28 m Tiefe

Westlich der Ortschaft Novigrad wurde ein Schiff aus der Klasse „Shakespeare“ der britischen Royal-Navy versenkt. Der Begriff „Shakespeare“ rührte daher, dass die Schiffe dieser Klasse Namen aus dem Stücken von William Shakespeare trugen. Die Coreolanus war ein Minensucher, der auf eine Treibmine traf und noch in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges, nämlich am 5. Mai 1945, etwa 6 Meilen vor Novigrad unterging. Viele Jahrzehnte war um das Wrack militärisches Sperrgebiet und wahrscheinlich war das Schiff ein britisches Spionageschiff. Seit 1994 ist es wieder frei gegeben und heute ist das 50 Meter lange Wrack mit seinen gut erhaltenen Kanonen, das in einer Tiefe von 17 bis 30 Metern liegt, bei Tauchern überaus beliebt. Die Reste der Fischernetze am Wrack machen das Tauchen allerdings nicht ungefährlich und Vorsicht ist geboten.

Wracktauchen Istrien

Numidia, 40 m Tiefe

Ein Stück weiter draußen ungefähr zwischen Novigard und Porec liegt dieses  Frachtschiff aus dem zweiten Weltkrieg auf Grund. Es ist eines der größten Wracks in der Adria mit seiner Länge von 120 Metern. Das macht die Orientierung für ungeübte Taucher fast unmöglich und diese sollten nur mit einem ortskundigen Tauchführer hier unterwegs sein.

Giuseppe Dezza, 35 m Tiefe

Im Gebiet vor dem Brijuni-Archipel gibt es gleich mehrere Schiffswracks zu entdecken. Da ist zum einen das Wrack der Guiseppe Dezza, welches für Taucher leicht zugänglich ist, denn das italienische Torpedoboot, welches 1944 von einem Aufklärungsflugzeug der englischen Luftwaffe versenkt worden ist, liegt in nur geringer Tiefe. Es wurde von einem Torpedo getroffen, wobei die Explosion der Munitionskammer das Schiff in zwei Teile zerrissen hat, die in einer Entfernung von fast 80 m voneinander auf Grund liegen. Auf dem Heckteil befindet sich noch heute die Heckkanone.

Maona, 35 m Tiefe

In der Nähe des Leuchtturms Sveti Ivan bei Rovinj liegt das kleine Frachtschiff, das eine Länge von 40 Metern hatte. Wenn das Meer ruhig ist, kann man problemlos zu dem Wrack tauchen und findet ein von zahlreichen Fischen bewohntes künstliches Riff, denn das überwucherte Schiff ist für Drachenköpfe und Hummer ein perfekter Lebensraum.

Romania, 40 m Tiefe

Die Romania, ein 60 Meter langes Frachtschiff, liegt ungefähr auf der Höhe der Stadt Vrsar. Es ist im Dezember des Jahrs 1912 gesunken bei einer Fahrt von Ravenna nach Triest und hatte eine Ladung Getreide an Bord. Schwere Stürme brachten das Schiff zum Sinken und ist eher geeignet für Taucher mit Erfahrung.

Marija, 36 m Tiefe

Bei diesem Schiff handelt es sich um ein Segelschiff aus Holz, das Mitte des vorigen Jahrhunderts gesunken ist. Erhalten sind heute noch Teile der Planken, der metallene Mast und Reste vom Schiffskiel. Fischernetze bedecken diese Wrackteile und schaffen eine interessante Kulisse, die an ein versunkenes Piratenschiff denken läßt.

Baron Gautsch, 39 m Tiefe

Sie zählt zu den interessantesten und attraktivsten Wracks. Die Baron Gautsch, 1908 erbaut, war ein österreichischer Passagierdampfer, der während des ersten Weltkrieges im Jahre 1914 auf eine Miene traf und sank. An Bord waren Angehörige von österreichischen Offizieren und so wird jedes Jahr am 13. August dieser Tragödie gedacht, wenn bei einem Tauchgang Kränze für die Opfer hier nieder gelegt werden. Das Schiff wollte auf seiner Fahrt von Dalmatien nach Triest eine Abkürzung auf seiner Route nehmen und hat dabei ein Minenfeld durchquert, was ihm zum Verhängnis geworden ist. Dieses Minenfeld wurde erst kurz vorher zur Sicherung des Hafens von Pula gelegt. Heute liegt das Wrack mit einer Länge von 85 Metern in einer Tiefe von 27 bis 39 Metern und ist nur in Begleitung von Tauchführern möglich, die die Genehmigung des zuständigen Ministeriums besitzen und es sind auch nur die ersten beiden Schiffsdecks zum Tauchen frei gegeben. Ungefähr zehn Tauchbasen besitzen die dafür notwendige Genehmigung und bieten Tauchexkursionen zu diesem Wrack an.

Podmornica, 38 m Tiefe

Die Podmornica ist ein deutsches U-Boot, das kurz vor Ende des ersten Weltkrieges in der Nähe von Stoja bei Pula versenkt wurde, und zwar von den Deutschen selbst. Bis heute wurde nur das Heck des Bootes gefunden, an dem noch die Luftöffnungen zu erkennen sind. Da es in Küstennähe liegt, ist das U-Boot gut zu erreichen.

Remorker, 37 m Tiefe

Es handelt sich dabei um einen Schlepper, wie sie beim Manövrieren großer Schiffe im Hafen zum Einsatz kommen. Seine Länge betrug etwa 25 Meter und das Schiff hat man in den 60 Jahren im vorigen Jahrhundert hier versenkt. Ein Tauchen in das Wrack hinein ist nicht möglich, doch auch die Unterwasserwelt darum herum ist sehr interessant, bietet sie doch eine Vielfalt an Fischen und sonstigen Meeresbewohnern. Die Tauchgänge sind auch für Anfänger problemlos möglich.

Tauchen Istrien

Varese, 42 m Tiefe

Bereits 1915 ist dieser Frachtdampfer während eines Unwetters gesunken. Er transportierte eine Ladung von Tunis nach Triest, doch die Wetterlage zwang den Kapitän dazu, den Hafen von Pula anzulaufen. Auf der Fahrt dorthin traf der Frachter auf eine Wassermine und das Schiff sank. Es bereits das vierte Schiff, welches diesem Minenfeld vor Pula zum Opfer fiel. 1870 erbaut hat es eine Länge von etwa 60 Metern und weil der Grund, auf dem es heute liegt, etwas schlammig ist, muss beim Tauchgang ab und zu mit schlechter Sicht gerechnet werden. Doch es lohnt sich immer, dort hinab zu tauchen, denn im Bug des Schiffes, der auf die Mine traf, ist noch heute das Loch zu entdecken, welches durch die Explosion gerissen wurde. Auch Teile des Schiffsaufbaus sind erhalten.

Hans Schmidt, 43 m Tiefe

1920 in den Niederlanden gebaut lief das 110 Meter lange Schiff ursprünglich unter dem Namen Albireo. Der Deutsche Hans Schmidt kaufte es und änderte dann den Namen. Es war längere Zeit auch unter dem Namen Istra bekannt, denn den richtigen Namen kannte man wohl nicht. Das Dampfschiff, ein Frachter, transportierte auf seiner Fahrt Munition und Waffen und lief im Jahre 1943 auf eine Unterwassermine. Sie brach dabei völlig auseinander und sank sofort auf Grund. Ein Tauchgang erfordert schon einige Erfahrung und wird unter anderem mit dem Anblick eines Ankers belohnt, wie er schon seit mehr als hundert Jahren nicht mehr produziert wird.

John Gilmore, 44 m Tiefe

Noch ein weiteres Schiff fand 1915 sein Grab bei der Durchfahrt durch das Minenfeld vor Pula, es war die John Gilmore. Dieses Handelsschiff mit einer Länge von 65 Metern war in Schottland gebaut worden, viel mehr weiß man nicht von ihm, denn es wechselte häufig den Besitzer. Durch die Explosion der Wassermine entstand eine große Öffnung am Bug und es liegt unmittelbar vor dem Eingang zum Hafen von Pula, zusammen mit mehreren anderen Wracks, die dem Minenfeld zum Schutz dieses Hafens zum Opfer gefallen sind. Das Wrack ist in gutem Zustand und kann auch im Inneren erkundet werden.

Josefine, 43 m Tiefe

Vor dem Hafen von Pula liegt auch die Josefine. 1868 erbaut auf der Werft von Stettin trug es zuerst den Namen SS Sultan. Später hieß es Deutscher Kaiser und 1913 bekam es den Namen Josefine. Mitte November des Jahres 1915 traf das Schiff auf dem Weg nach Triest vor Pula auf ein Minenfeld, wurde entzwei gerissen und senk unmittelbar. Es liegt heute in etwa 40 Metern Tiefe in aufrechter Position mit dem Bug nach unten und ist gut zu erkunden. Schwämme, Fische und Seepflanzen habe in ihm eine Heimat gefunden und ein Tauchgang ist wirklich lohnenswert.

Flamingo, 45 m Tiefe

Das österreichisch-ungarische Torpedoschiff sank 1914 beim Kontakt mit einer Mine, die es selbst gelegt hatte, vor dem Kap Kamenjak. Baujahr 1889 in Stahlbauweise bietet das interessante Wrack mit einer Länge von 40 Metern heute Tauchern faszinierende Eindrücke.

Cesare Rossarol, 50 m Tiefe

An der Südspitze von Istrien und nördlich von Liznjan liegt das Wrack des italienischen Zerstörers aus dem ersten Weltkrieg. Erbaut 1913 in der Werft von Genua sank er bereits 1918 beim Kontakt mit einer Miene, die er selbst gelegt hatte. Es handelt sich um ein spektakuläres Wrack mit einer Länge von ehemals 85 Metern. Die Explosion der Mine hat es in zwei Teile zerrissen die im Abstand von etwa 300 Metern auf dem Meeresgrund liegen. Wegen der großen Tiefe, in der die Wrackteile liegen, ist ein Tauchgang nur für erfahrene Taucher zu empfehlen. Die werden jedoch reich belohnt, denn das Steuerrad, der Telegraf und der Entfernungsmesser sind noch gut erhalten und im Rumpf befinden sich heute noch Granaten, und zwar kistenweise.

Draga, 40 m Tiefe

Westlich vor der Südspitze von Istrien liegt beim Kap Kamenjak der Sandschlepper Draga aufgrund. Gut zu erkennen ist noch die Schiffsschraube am Heckteil des aufrecht stehenden Wracks. Es war genutzt worden zum Ausbaggern von Sand vom Meeresboden und ist wohl wegen Überlastung und schlechter Wetterverhältnisse in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts gesunken.

U 81

Die U-81 ist ein U-Boot aus dem zweiten Weltkrieg und gehörte der deutschen Kriegsmarine. Während seines Einsatzes im Atlantik versenkte es die ARC Royal, einen englischen Flugzeugträger, und noch fast 20 andere Schiffe. Während eines Großeinsatzes von fast 150 britischen Flugzeugbombern erhielt die U-81 einen Treffer, zerbrach in zwei Teile und sank etwa 6 Kilometer westlich vor Premantura. Die jugoslawische Marine hat zwar versucht, das Boot zu heben, doch dieser Versuch misslang, da die Stahltrosse gerissen sind, und zwar bei dem Kap Stoja. Dort liegt es heute noch und ist für Taucher gut zugänglich.

Tintenfisch

Luana, 48 m Tiefe

Das frühere Handelsschiff liegt westlich der Insel Unije auf Grund. Es sank 1943 nach dem Kontakt mit einer Wassermine und liegt heute in aufrechter Haltung am Grunde des Meeres. Es handelt sich um ein attraktives Objekt, das allerdings nur erfahrene Taucher besuchen sollten.

Torpedo, 50 m Tiefe

Im Nordwesten der Insel Unije befindet sich auch das englische Patrouillenboot mit dem bezeichnenden Namen Torpedo. Es sank Ende des zweiten Weltkrieges, als es bei einer Patrouillenfahrt auf eine Miene auflief, die es in zwei Teile zerrissen hat. Ein Teil hat eine Länge von etwa 23 Metern und ist noch sehr gut erhalten. Das zweite Wrackteil ist etwas kürzer und liegt in der Nähe, doch wurde es von der Besatzung des Bootes zerstört, wahrscheinlich um das Radar nicht in feindliche Hände gelangen zu lassen.

Argo, 48 m Tiefe

1948 von Venedig nach Rijeka unterwegs, stieß der Frachter am 22. Januar östlich der Insel Cres auf eine Wassermine, die noch vom zweiten Weltkrieg stammte. Die Explosion zerriss das Schiff in zwei Teile und es sank sofort. Nur ein Mann von der Besatzung überlebte das Unglück und wurde gerettet. Heute liegen Bug und Heckteil 50 Meter von einander entfernt auf Grund und dazwischen sieht man verstreut Teile der Schiffsausstattung. Auch die beiden Anker sind gut zu erkennen.

Lina, 55 m Tiefe

Erbaut im Jahre 1879 in der Werft von Newcastle in England, besaß es einen Rumpf aus Stahl und ein Deck aus Holz. Seine Länge betrug 90 Meter und angetrieben wurde das Schiff mit Dampf. Die Lina transportierte Öl und Wein von Italien aus nach dem Norden Europas und brachte bei der Rückfahrt Kohle für Südeuropa mit. Am 14. Januar 1914 verlor der Kapitän bei der Durchfahrt des Kanals Vela vrata zwischen der Insel Cres und Istrien aufgrund des dichten Nebels die Orientierung und wurde aufgrund stürmischer Wetterverhältnisse auf die Felsen am Kap Pecen auf der Insel Cres geschleudert wo es zerschellte und sank. Es rutschte in den folgenden Jahren immer mehr ab und die  Bugspitze liegt heute in einer Tiefe von etwa 27 Metern südlich des Kap Pecen in einer kleinen Bucht. Wenn das Meer ruhig ist, kann man ihn sogar von oben erkennen. Beim Tauchen zu diesem Teil des Schiffes sieht man noch die am Oberdeck angebrachten beiden Anker. Die Decks aus Holz sind zwar im Laufe der Zeit verschwunden, doch die metallene Konstruktion ist erhalten und zwischen den Stahlrahmen kann man in das Innere des Schiffes hinein sehen. Das Heckteil liegt in etwa 55 Metern Tiefe und dort ist auch die Sicht nicht mehr so gut, was das Tauchen nur für erfahrene Taucher empfehlenswert macht.

Vis, 60 m Tiefe

1921 gebaut trug dieses Handelsschiff ursprünglich den Namen Renteria. Auf der Fahrt von Rijeka nach Rasa und beladen mit Kohle traf es 1946 im Bereich der Vela vrata auf noch nicht geräumte Wasserminen und sank. Dem Kapitän war empfohlen worden, sich so nahe wie Möglich an der Küste zu halten, doch am Eingang der Bucht bei Plomin ereilte ihn und die Besatzung des Schiffes das Unglück. Man rettete die Schiffbrüchigen und brachte sie nach Rabac. Das Wrack liegt etwa 400 Meter vor der Bucht in einer Tiefe von 45 bis 60 Metern und ist wegen seiner Lage eher ein Ziel für erfahrene Taucher.

Neben den zahlreichen Schiffswracks, zu denen das Tauchen immer auch etwas abenteuerliches hat, befinden sich in den blauen Tiefen der Adria vor der Küste von Istrien eine große Zahl von Riffen und Unterwasserwänden. Sie sind die Heimat einer reichen Flora und Fauna und verbergen faszinierende Tunnelsysteme, Höhlen und Grotten. Diese Riffe ziehen Taucher fast magisch an und bieten vor allem Unterwasserfotografen wundervolle Motive bei ihrer Jagd mit dem Objektiv.

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