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Wer in den vergangenen Jahren einen Urlaub in Istrien verbracht hat, dem ist wahrscheinlich noch die Straßensituation in diesem Teil von Kroatien in eher schlechter Erinnerung. Doch diese Verhältnisse haben …

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Sehenswürdigkeiten Pula

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Die Stadt Pula, das frühere Rom Istriens, ist eine beeindruckende große Stadt mit etwa 60.000 Einwohnern, die zurückblicken kann auf mehr als 3000 Jahre Geschichte. Heute zieht die im ersten Jahrhundert n.Ch. unter Kaiser Vespasian erbaute Arena immer noch jedes Jahr scharenweise Besucher an, welche mit ehrfürchtiger Bewunderung in dem großen runden Bauwerk stehen und die gewaltigen Dimensionen der Zuschauerränge betrachten. In der Antike befand sich die Arena außerhalb der Stadtmauer, deren zahlreiche Tore Zugang zur Stadt gewährten. 26.000 Menschen hatten Platz auf den Rängen und bejubelten die oft blutigen Schauspiele auf dem 68 x 42 m großen Sandplatz in der Mitte der Arena. Hier fanden Wagenrennen statt, Christen oder Gefangene kämpften gegen Gladiatoren, Gladiatoren kämpften gegeneinander oder gegen wilde Tiere.

Pula Arena

Die Arena selbst hat die Form einer Elipse und misst in der Länge 132 Meter sowie in der Breite 105 Meter. Heute finden hier keine blutigen Schaukämpfe mehr statt, sondern vor allem in den warmen Sommermonaten gibt sie die perfekte Kulisse ab für Theater, Opern und Konzerte, zu welchen namhafte Künstler aus der ganzen Welt kommen. Seit dem Jahr 1954 findet in der Arena das wichtigste Filmfestspiel des Landes statt. Das Amphitheater ist täglich von 7.30 – 21 Uhr geöffnet.

Vom Amphitheater gelangt man über die Straße Amfiteaterska durch den Tito-Park zum Doppeltor Porta Gemina aus dem 2. Jahrhundert. Dahinter befindet sich ein schöner Park mit dem Gebäude des Archäologischen Museums, das im neoklassizistischen Stil erreichtet wurde. Eine Besonderheit unter den mehr als 3.000 Exponaten des Museums ist der Schatz des Königs Epulon, der 1981 nur 10 Kilometer von Pula entfernt in der Nekropole bei Nesactium gefunden wurde. Dort hat der römische Konsul Gaius Fabius Buteon im Jahre 177 v.Chr. die Stadt Nesactium angegriffen und zerstört, doch vorher gelang es dem König der Histrer – Epulon – einen Schatz zu verstecken.

Hinter dem Museum befindet sich die Reste eines kleinen römischen Theaters aus dem 2. Jahrhundert, welches in den Sommermonate eine schöne Freilichtbühne abgibt. Durch die Carrarina gelangt man zu der ältesten Sehenswürdigkeit von Pula, der Porta Herculea, dem Herkulestor, aus der Mitte des 1. Jahrhunderts vor Christus. Über den von Bäumen gesäumten Korzo Giardini kommt man zum Trg Portarata mit dem herrlichen acht Meter hohen Triumphbogen der Sergier, den Salvia Sergi in den Jahren 29 bis 27 v.Chr. zu Ehren ihrer drei Brüder errichten ließ. Eine Gedenktafel weist darauf hin, dass der irische Schriftsteller James Joyce in den Jahre 1904 bis 1905 in dem Haus neben dem Sergierbogen lebte, denn er war in Pula als Lehrer für die englische Sprache tätig.

Pula Forum

Vor dem Cafe Uliks hat ihn der Künstler Mate Cvrljak in einer lebensgroßen Bronzestatue verewigt. Vom Bogen der Sergier aus führt ein Spaziergang über die Flanaticka zum schönsten und größten Markt von Pula und überhaupt von ganz Istrien. In einer mit Glas überdachten Halle aus der Zeit des Jugendstils präsentieren die Händler Obst und Gemüse in schier unglaublicher Fülle an. Auch in der Fischhalle findet man Meerestiere in einer riesigen Auswahl, natürlich täglich fangfrisch, und auf einer Etage höher befinden sich kleine Ladengeschäfte und Cafes, von denen aus man stundenlang dem bunten Treiben zwischen den Ständen zusehen kann.

Wenn Sie sich bei einer Tasse Kaffe oder einem Drink gestärkt haben, dann können Sie weiter flanieren zum Römischen Forum mit seinen einmaligen Bauwerken aus der Antike und der Renaissance. Hier steht der vollständig erhaltene Tempel des Augustus, erbaut in den Jahren 2 – 14 nach Christus. Sein Portikus wird getragen von sechs acht Meter hohen korinthischen Säulen mit wunderschönen Kapitellen als Abschluss. Im Inneren des Tempels befindet sich heute eine wertvolle Sammlung von Büsten und Skulpturen aus römischer Zeit. Am Römischen Forum stand einst auch der Tempel der Diana, doch ist von ihm nur noch die Rückwand erhalten, welche man beim Bau des Rathauses aus dem Jahre 1296 mit einbezog. Ein weiterer Tempel, welcher dem römischen Gott Jupiter geweiht war, stand auf dem Domplatz, wo sich heute die Marien-Kathedrale aus dem 15. Jahrhundert erhebt. Im Innern der Kirche sind interessante frühchristliche Mosaikböden aus dem 5. bis 6. Jahrhundert erhalten und es gibt einen Sarkophag aus dem 3. Jahrhundert.

Südlich von Pula, am Kap Kamenjak, ist auch der südlichste Punkt von Istrien erreicht. Die Landschaft ist hier wildromantisch und die Küste ein überaus beliebtes Revier für Surfer. Bei der Ortschaft Premantura befinden sich mehrere Campingplätze und der Ort selbst  verzaubert durch den kleinen Dorfplatz mit seinen Cafes, Restaurants und der nachts malerisch in Licht getauchten Kirche des Heiligen Laurentius. Man kann vom in der Nähe liegenden Flughafen von Medulin auch Rundflüge über das Kap machen.

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